Eine hilfreiche Nachverfolgung beginnt mit gemeinsam verfügbaren Informationen
In einem kleinen Unternehmen können Anfragen per Telefon, E-Mail, über soziale Netzwerke oder durch Empfehlungen eingehen. Wenn jedes Gespräch an einem anderen Ort festgehalten wird, geht leicht der Zusammenhang verloren oder eine Verkaufschance bleibt ungenutzt. Für eine organisierte Nachverfolgung muss kein komplexes System eingeführt werden: Es geht darum, das Notwendige festzuhalten, zu vereinbaren, wer sich um welchen Fall kümmert, und den nächsten Schritt klar zu benennen.
Die Betreuung endet auch nicht mit dem Abschluss eines Verkaufs. Wenn Sie die anschließenden Interaktionen festhalten, können Sie den Service kontinuierlich fortführen und die Bedürfnisse Ihrer Kunden besser verstehen. Ziel ist ein geordneter Überblick über die Beziehung, nicht das bloße Anhäufen von Daten.
Was Sie festhalten sollten
Beginnen Sie mit einem kurzen Profil für jeden Kunden oder Interessenten. Es kann Folgendes enthalten:
- Name der Person oder des Unternehmens und notwendige Kontaktdaten.
- Wie der Kontakt zustande kam und für welches Produkt, welche Dienstleistung oder welches Bedürfnis sich die Person interessiert.
- Einen knappen Verlauf wichtiger Gespräche, Anfragen und Vereinbarungen.
- Die Phase der Verkaufschance, die verantwortliche Person und das Datum der Überprüfung.
- Den vereinbarten nächsten Schritt sowie gegebenenfalls die Frist dafür.
Eine konkrete Notiz wie „am Donnerstag ein Angebot senden und anrufen, nachdem es geprüft wurde“ ist hilfreicher als ein ungenauer Kommentar wie „nachfassen“. Halten Sie nur Informationen fest, die für die Geschäftsbeziehung relevant sind, und achten Sie darauf, dass die Teammitglieder, die sie benötigen, sie an einem gemeinsamen Ort finden können.
Legen Sie Phasen fest, die Ihren Prozess abbilden
Anhand der Phasen können Sie erkennen, wo sich die jeweilige Verkaufschance befindet und welcher Schritt als Nächstes ansteht. Ein Unternehmen könnte mit Kategorien wie „neuer Kontakt“, „Bedarf zu bestätigen“, „Angebot gesendet“, „Entscheidung ausstehend“ und „gewonnen“ oder „verloren“ beginnen. Eine allgemeingültige Reihenfolge gibt es nicht: Passen Sie die Bezeichnungen an den tatsächlichen Vertriebsablauf des Unternehmens an.
Legen Sie kurz fest, was die einzelnen Phasen bedeuten. Eine Verkaufschance sollte beispielsweise nicht als „Angebot gesendet“ geführt werden, wenn das Angebot noch nicht übermittelt wurde. Einfache Regeln helfen den Teammitgliedern, Fälle einheitlicher einzuordnen, und machen sichtbar, an welchen Stellen sich offene Vorgänge ansammeln.
Weisen Sie Verantwortliche zu und planen Sie den nächsten Kontakt
Für jede aktive Verkaufschance sollte es eine verantwortliche Person geben. Auch wenn mehrere Personen an einem Verkauf beteiligt sind, sollte eine Person dafür zuständig sein, den Eintrag aktuell zu halten und zu prüfen, ob der nächste Schritt ausgeführt wird. Wechselt die zuständige Person, halten Sie die Übergabe und den nötigen Kontext fest, damit das Gespräch fortgeführt werden kann.
Erinnerungen helfen dabei, sich nicht auf das Gedächtnis verlassen zu müssen. Sie sollten jedoch einen konkreten Anlass haben: einen vereinbarten Termin, ein Angebot, das geprüft werden muss, oder eine Anfrage, die noch offen ist. Berücksichtigen Sie beim Kontakt die Wünsche der Person hinsichtlich des Kanals oder der Häufigkeit. Hat sie darum gebeten, nicht über einen bestimmten Kanal kontaktiert zu werden, halten Sie diese Präferenz im Eintrag fest und beachten Sie sie bei der weiteren Kommunikation.
Wählen Sie ein Werkzeug, das zur Größe Ihres Unternehmens passt
Eine Tabellenkalkulation kann ausreichen, wenn es nur wenige Verkaufschancen und Personen gibt, die Informationen aktualisieren, und der Prozess einfach ist. Damit sie sich gut nutzen lässt, sollten Sie einheitliche Felder verwenden, eine Person mit der Pflege beauftragen und regelmäßige Datenprüfungen einplanen. Wenn mehrere Versionen per E-Mail kursieren oder niemand weiß, welche aktuell ist, bietet das Werkzeug keinen gemeinsamen Überblick mehr.
Ein CRM kann sinnvoll sein, wenn die Zahl der Kontakte wächst, mehrere Personen den Verlauf einsehen müssen oder Erinnerungen und manuelle Aufgaben zunehmend schwer zu verwalten sind. Je nach Werkzeug kann es außerdem Filter, die Nachverfolgung von Phasen oder die Automatisierung bestimmter Aufgaben erleichtern. Vergleichen Sie vor der Auswahl den Bedarf, die Kosten und die Benutzerfreundlichkeit. Eine Plattform mit Funktionen, die das Team nicht benötigt oder nicht pflegt, kann zusätzliche Arbeit verursachen, statt sie zu verringern.
Sie müssen nicht von Anfang an alles automatisieren. Vereinbaren Sie zunächst, welche Informationen festgehalten und wie sie aktualisiert werden. Anschließend können Sie Funktionen in Betracht ziehen, die wiederkehrende Aufgaben reduzieren – und dabei sicherstellen, dass der Prozess für alle, die ihn nutzen, verständlich bleibt.
Überprüfen Sie Fortschritte, Hindernisse und Gründe für verlorene Verkaufschancen
Planen Sie in einem dem Geschäftsrhythmus angemessenen Abstand einen festen Zeitpunkt ein, um aktive Verkaufschancen zu überprüfen. Dabei können Sie sich auf konkrete Fragen konzentrieren: Für welche Fälle ist kein nächster Schritt festgelegt? Welche Angebote sind schon länger offen? Gibt es eine Phase, in der sich Verkaufschancen ansammeln? Was muss diese Woche bearbeitet werden?
Wenn eine Verkaufschance verloren geht, hilft es, den Grund festzuhalten, sofern er bekannt ist. So lassen sich wiederkehrende Muster von Einzelfällen unterscheiden. Mögliche Gründe sind eine Entscheidung des Kunden, ein veränderter Bedarf oder ein unpassendes Angebot. Nicht immer lässt sich eine klare Erklärung finden. In diesem Fall ist es besser, den Grund als unbekannt zu vermerken, als ohne Bestätigung eine Ursache anzunehmen.
Damit der Prozess handhabbar bleibt, beginnen Sie mit wenigen Feldern, klaren Phasen und einer regelmäßigen Überprüfung. Wenn die Aktivität zunimmt oder konkrete Probleme auftreten – etwa vergessene Nachfassaktionen oder schwer zugängliche Informationen –, passen Sie die Methode an und prüfen Sie, ob ein anderes Werkzeug helfen könnte. Eine übersichtliche Dokumentation erleichtert die Kontinuität und die Analyse, garantiert für sich genommen aber weder Verkäufe noch Kundenbindung.