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Geschäftsplan: Ziele, Risiken und regelmäßige Überprüfung

Ein Geschäftsplan ist nicht mit seiner Erstellung abgeschlossen: Wer seine Ziele, Strategien und Annahmen überprüft, kann sie mit der tatsächlichen Geschäftstätigkeit abgleichen und den Plan aktualisieren, wenn sich das Unternehmen verändert.

Eine Hand hebt ein Blatt mit einer schematischen Route, einem Ziel, mehreren Zwischenstationen und einer Flagge an. Auf dem Tisch liegen ein Kompass, ein Notizbuch und ein Stift; im Hintergrund ist eine Berglandschaft zu sehen.
Mit KI erzeugte konzeptuelle Illustration · Edition Business

Ein Geschäftsplan wird zu einem Instrument für die laufende Steuerung, wenn er regelmäßig überprüft und mit dem tatsächlichen Geschäftsbetrieb abgeglichen wird. Bei der Überprüfung wird festgestellt, ob die Ziele weiterhin gelten, ob die geplanten Maßnahmen noch mit ihnen übereinstimmen und ob sich Aspekte wie Markt, Betriebsabläufe oder Finanzen verändert haben. Es geht nicht darum, das Dokument jedes Mal neu zu verfassen, sondern darum, es für die Unternehmensführung nützlich zu halten.

Die Frage und das Konzept

Ein Geschäftsplan kann dazu dienen, ein Unternehmen zu gründen, auszubauen oder zu führen. Seine Funktion beschränkt sich nicht darauf, eine Idee zu beschreiben: Er hält Ziele sowie die dafür vorgesehenen Strategien und Strukturen fest. Außerdem kann er Entscheidungen Orientierung geben und dabei helfen, Risiken zu erkennen und zu bewältigen. Bei einem bereits bestehenden Unternehmen ermöglicht die Überprüfung, Abstand zu gewinnen und zu untersuchen, was funktioniert und was verbessert werden könnte.

Die Abgrenzung zur Erstellung des ersten Plans ist wichtig. Bei der erstmaligen Ausarbeitung geht es darum zu erläutern, wie das Unternehmen organisiert und weiterentwickelt werden soll. Bei einer Überprüfung bildet der bestehende Plan den Ausgangspunkt, ebenso wie die seit seiner Erstellung gesammelten Erfahrungen. Die für das Unternehmen verantwortliche Person gleicht die Planung mit der Geschäftstätigkeit ab, entscheidet, was weiterhin gültig ist, und hält die erforderlichen Änderungen fest. So entwickelt sich das Dokument mit dem Unternehmen weiter, statt als überholte Momentaufnahme zurückzubleiben.

Funktionsweise und Bestandteile

Eine Überprüfung beginnt mit der Frage, ob der Plan aktuell ist und seinem Zweck weiterhin gerecht wird. Zu prüfen ist, ob sich die Ziele verändert haben, ob die Strategien noch mit ihnen übereinstimmen und ob sich Markttrends oder die finanzielle Lage wesentlich verändert haben. Auch politische, ökologische, soziale oder technologische Veränderungen, die sich auf das Unternehmen auswirken, können relevant sein. Diese Fragen helfen dabei, eine vorübergehende Abweichung von einer Veränderung zu unterscheiden, die eine Anpassung des Plans erfordert.

Welche Inhalte überprüft werden, hängt von der Entwicklungsphase des Unternehmens, der Branche und dem vorgesehenen Verwendungszweck des Dokuments ab. Nicht jede Vorlage muss exakt dieselben Inhalte umfassen. Ein Geschäftsplan kann jedoch Produkte und Dienstleistungen, den Markt, den Betrieb, das Personal und die Finanzen abdecken. Bei der Überprüfung wird jeder Abschnitt mit der beschriebenen Situation abgeglichen: zum Beispiel, ob das Angebot noch die vorgesehenen Merkmale, Einschränkungen und Preise aufweist; ob die Marktanalyse die Zielkunden und beobachteten Trends weiterhin widerspiegelt; und ob die Betriebsabläufe und die Teamstruktur noch relevant sind.

Risiken müssen ausdrücklich berücksichtigt werden. Das Dokument kann die ermittelten Risiken, ihre möglichen Folgen und die vorgesehenen Maßnahmen zu ihrer Bewältigung beschreiben. Außerdem kann es darlegen, wie die Geschäftskontinuität bei unerwarteten Situationen sichergestellt werden soll. Bei der Überprüfung dieses Teils ist festzustellen, ob die beschriebenen Risiken und Reaktionen noch der Realität entsprechen. Dabei sollte nicht behauptet werden, eine Maßnahme werde ein Problem mit Sicherheit verhindern.

Die Häufigkeit lässt sich in einem Zeitplan festlegen: Ein Leitfaden aus Queensland schlägt regelmäßige Abstände vor, etwa vierteljährliche oder jährliche Überprüfungen, sowie zusätzliche Überprüfungen bei bestimmten Veränderungen oder Entscheidungen. Dazu zählen die Durchführung einer SWOT-Analyse, die Suche nach Kapital, die Ausarbeitung einer Wachstumsstrategie oder eines neuen Produkts, die Einstellung von Personal, die Änderung der Organisationsstruktur oder die Vorbereitung des Unternehmensverkaufs. Eine Überprüfung kann auch dann anstehen, wenn sich die Bedingungen in der Branche oder die Gesetzgebung ändern. Dies sind Planungshinweise und keine allgemeingültige Verpflichtung.

Eine sitzende Person prüft an einem Schreibtisch eine Checkliste neben Dokumenten mit Abbildungen einer Zielscheibe, Personengruppen, Zahnrädern und Warnzeichen; darüber verbindet ein gestrichelter Pfeil die Symbole mit einem Kreislauf-Symbol.
Mit KI erzeugte konzeptuelle Illustration · Edition Business

Ausgearbeitetes anschauliches Beispiel

Hypothetisches Beispiel: Ein kleines Dienstleistungsunternehmen hat einen Geschäftsplan, der das Ziel festlegt, sein Angebot zu erweitern, und seine Organisation, Abläufe sowie die als relevant erachteten Risiken beschreibt. Zum vorgesehenen Überprüfungstermin stellt die verantwortliche Person die einzelnen Teile des Plans zusammen und gleicht sie mit dem aktuellen Geschäftsbetrieb ab. Sie geht weder automatisch davon aus, dass das Ziel nicht mehr sinnvoll ist, noch davon, dass es unverändert beibehalten werden muss: Zunächst prüft sie, welche Informationen noch aktuell sind.

Anschließend prüft sie, ob das beschriebene Angebot mit den tatsächlich erbrachten Dienstleistungen übereinstimmt, ob die Marktanalyse die Zielkunden des Unternehmens abbildet und ob die Betriebsabläufe noch erklären, wie die Arbeit ausgeführt und ihre Qualität kontrolliert wird. Außerdem überprüft sie erneut die Ziele und die zugehörigen Maßnahmen, um festzustellen, ob diese weiterhin aufeinander abgestimmt sind. Wenn die Einstellung von Personal oder die Einführung einer Dienstleistung erwogen würde, wäre diese Entscheidung ein Anlass, die betreffenden Abschnitte vor der Umsetzung zu überprüfen – für sich genommen aber kein Beleg dafür, dass die Änderung erfolgreich sein wird.

Abschließend hält sie fest, was beibehalten und was geändert wird und welche Punkte erneut geprüft werden müssen. Die Überprüfung kann als dokumentiert gelten, wenn der aktualisierte Geschäftsplan die aktuellen Ziele, Strategien und Strukturen schlüssig beschreibt und die vorgenommenen Änderungen ausweist. Dieses Beispiel veranschaulicht einen Prozess; es beruht weder auf beobachteten Ergebnissen noch garantiert es ein bestimmtes geschäftliches Ergebnis.

Auslegung und Anwendung

Damit die Überprüfung kontinuierlich erfolgt, empfiehlt es sich, im Voraus festzulegen, wann der Geschäftsplan überprüft wird und welche Ereignisse eine frühere Überprüfung auslösen können. Der Zeitplan bietet einen Kontrolltermin; wesentliche Veränderungen sind ein Grund, nicht bis zum nächsten Termin zu warten. Die Wahl der Abstände hängt vom Verwendungszweck des Plans und den Merkmalen des Unternehmens ab: Vierteljährliche oder jährliche Überprüfungen sind Beispiele für mögliche Häufigkeiten und keine Regel, die für alle Unternehmen gleichermaßen gilt.

Bei der Überprüfung ist es hilfreich, das Dokument Abschnitt für Abschnitt durchzugehen und jedes Ziel mit den Strategien und Strukturen zu verknüpfen, die es angeblich ermöglichen. Ändert sich das Ziel, muss geprüft werden, ob die beschriebenen Maßnahmen noch dazu passen. Ändern sich der Betrieb oder das Team, sollten die Abschnitte zu Abläufen, Qualität und Organisation überprüft werden. Beim Abgleich geht es nicht nur darum, Informationen hinzuzufügen: Er hilft auch festzustellen, welche Inhalte weiterhin nützlich sind und welche aktualisiert werden müssen.

Wenn andere Personen am Unternehmen beteiligt sind oder ein Interesse am Geschäftsplan haben, gehört auch die Kommunikation zum Prozess. Format und Sprache können an das jeweilige Publikum angepasst werden: Die Kommunikation mit den Beschäftigten kann sich von der an Investoren, Vorstandsmitglieder oder andere Interessengruppen gerichteten unterscheiden. Eine Besprechung oder Präsentation kann den Beteiligten den Plan näherbringen; ausreichend Zeit für Rückmeldungen ermöglicht es, relevante Perspektiven einzubeziehen. Klarheit ist wichtig: Das Dokument sollte verständlich machen, welche Ziele verfolgt werden und wie die Arbeit organisiert ist, um sie zu erreichen.

Die Aufbewahrung früherer Versionen ergänzt die laufende Überprüfung. Eine Versionshistorie hält fest, wie sich das Dokument entwickelt hat, statt jede neue Ausgabe zu erstellen und die vorherige zu verwerfen. Dadurch werden frühere Versionen nicht zu aktuellen Geschäftsplänen; vielmehr lässt sich damit der heutige Inhalt von den Entscheidungen und Beschreibungen früherer Unternehmensphasen unterscheiden.

Fehler und Grenzen

Ein Fehler besteht darin, den Geschäftsplan als abgeschlossenes und unveränderliches Dokument zu behandeln. Die Geschäftstätigkeit verändert sich, und damit können sich auch die Ziele, die Betriebsabläufe oder der Kapitalbedarf ändern. Regelmäßige Überprüfungen helfen deshalb festzustellen, ob der Plan weiterhin die vorgesehene Richtung vorgibt. Auch das Gegenteil kann wenig hilfreich sein: Wird das Dokument geändert, ohne zu prüfen, was sich verändert hat, oder zu erläutern, welches Ziel die Anpassung begründet, wird es schwieriger, die Entwicklung nachzuvollziehen.

Eine weitere Einschränkung besteht in der Annahme, es gebe eine einzige Struktur, die für jedes Unternehmen geeignet ist. Die Inhalte variieren je nach Entwicklungsphase, Branche und Zweck des Plans; eine Vorlage muss daher an das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Außerdem beschreibt ein Plan Ziele, Strategien und Prognosen. Seine Überprüfung beweist für sich genommen nicht, dass die Ziele erreicht werden, und ersetzt auch nicht die Überprüfung der verwendeten Informationen.

Wenn der Geschäftsplan zur Suche nach Finanzierung erstellt wird, empfiehlt der Leitfaden von business.gov.au die Verwendung einer ausführlichen Vorlage und die Vorbereitung der Finanzinformationen, da Kreditgeber und Investoren geordnete Finanzen und eine solide finanzielle Lage des Unternehmens sehen möchten. Diese Empfehlung bezieht sich auf die Vorbereitung von Informationen für diesen Zweck; sie macht aus der regelmäßigen Überprüfung keine Finanzberatung. In allen Fällen liegt der Nutzen der laufenden Überprüfung darin, das Dokument mit dem Unternehmen in Verbindung zu halten und ausdrücklich festzuhalten, was überprüft wurde und warum.

Quellen und Methodik

  1. Writing a business plan ↗www.business.qld.gov.au
  2. Develop your business plan | business.gov.au ↗business.gov.au
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Einen Geschäftsplan entwickeln und aktuell halten

Ein Geschäftsplan übersetzt die Ziele eines Unternehmens in geordnete Entscheidungen und Maßnahmen. Damit er nützlich ist, sollte er klären, an wen er sich richtet, Bereiche wie Markt, Betrieb und Finanzen miteinander verbinden und aktualisiert werden, wenn sich das Unternehmen oder seine Prioritäten ändern.

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