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Bank of America stuft DraftKings auf „Kaufen“ hoch und belässt Kursziel bei 27 Dollar

Analystin Julie Hoover sieht Potenzial in Prognosemärkten und hält derzeit keine klaren Anzeichen dafür, dass diese dem traditionellen Sportwetten Geschäftstätigkeit entziehen. Die Einschätzung hängt unter anderem von der Regulierung und der Entwicklung der Investitionen von DraftKings ab.

Ein American-Football-Helm, eine Kristallkugel und eine Messingwaage stehen auf einem Tisch.
Mit KI erzeugte konzeptuelle Illustration · Edition Business

Bank of America stufte DraftKings am 5. Oktober 2026 von „Neutral“ auf „Kaufen“ hoch und beließ das Kursziel für die Aktie bei 27 Dollar. Analystin Julie Hoover begründete die Änderung mit einem verbesserten Verhältnis zwischen Risiko und möglicher Rendite nach dem Kursrückgang sowie mit den Chancen, die das Unternehmen in Prognosemärkten sieht.

Die veröffentlichte Reaktion an der Börse fällt je nach Berichterstattung und betrachtetem Zeitpunkt unterschiedlich aus: Einige Artikel beschrieben Kursgewinne von rund 5 % oder 7,5 %, während ein anderer für die vorherige Sitzung einen Anstieg von mehr als 8 % meldete. Diese Bewegungen spiegeln punktuelle Kurse wider und bestimmen nicht die künftige Entwicklung der Aktie.

Prognosemärkte: eine Chance unter Vorbehalt

Den in der Berichterstattung wiedergegebenen Schätzungen von Bank of America zufolge könnte DraftKings bis 2027 rund 400 Millionen Dollar an Gebühren im Zusammenhang mit diesen Märkten sowie weitere 200 bis 400 Millionen Dollar mit Market-Making-Aktivitäten erwirtschaften. Dabei handelt es sich um Analystenprognosen, nicht um gesicherte Einnahmen. Ob sie sich verwirklichen, hinge unter anderem von der Tragfähigkeit des Geschäfts und den regulatorischen Entscheidungen in den Vereinigten Staaten ab.

Hoover zufolge hat sich die Sorge vor einer möglichen Kannibalisierung traditioneller Sportwetten bislang nicht bestätigt: Seit Beginn der American-Football-Saison seien die herkömmlichen Wettanbieter stärker gewachsen als die Prognosemärkte. Diese Beobachtung bezieht sich auf den in der Berichterstattung genannten Zeitraum und schließt nicht aus, dass sich der Wettbewerb zwischen den beiden Produkten später verändert.

Das Unternehmen skizziert außerdem unterschiedliche regulatorische Szenarien. Können Prognosemärkte betrieben und ausgeweitet werden, könnten sie Einnahmen beitragen; werden sie eingeschränkt oder geschlossen, würde nach Einschätzung von Bank of America ein Teil der Unsicherheit wegfallen, die auf der Bewertung von DraftKings lastet. Beides sind Argumente der Analystin und keine bestätigten Entwicklungen.

Unterschiedliche Prognosen je nach Zeithorizont

Bank of America senkte ihre EBITDA-Prognose für 2026 von 625 Millionen auf 500 Millionen Dollar, unter anderem wegen der Erwartung, dass die Investitionen in Prognosemärkte höher ausfallen werden als ursprünglich angenommen. Für 2027 hob die Bank ihre Schätzung dagegen von 1.050 Millionen auf 1.150 Millionen Dollar an. Grundlage dafür sind die Erwartung einer größeren Stärke des Kerngeschäfts und mögliche Beiträge aus dem Market-Making.

Die Bewertung von 27 Dollar beruht der Berichterstattung zufolge auf einem 12-fachen Multiplikator des von Bank of America für 2027 geschätzten EV/EBITDA. Das EV/EBITDA setzt den Unternehmenswert – der sich aus dem Marktwert des Eigenkapitals zuzüglich der Schulden und abzüglich der Barmittel ergibt – ins Verhältnis zum EBITDA; es handelt sich nicht einfach um einen auf das EBITDA angewandten Multiplikator. Kursziel und Prognosen sind Schätzungen des Unternehmens und können sich ändern, wenn sich dessen Annahmen verändern.

Investitionen und Kostendisziplin bleiben im Blick

Bank of America hält es für möglich, dass die Markterwartungen nahe an einem Tiefpunkt liegen, warnt jedoch davor, dass Investitionen in die neuen Märkte für kurzfristige Ergebnisse zusätzliche Unsicherheit bedeuten. Mit Blick auf einen längeren Zeitraum sagte Hoover, sie würde sich in den Kerngeschäftsbereichen eine stärkere Kostendisziplin wünschen, um ab 2028 Margen und Cashflow zu stützen.

Für Unternehmen, die DraftKings beobachten, rückt die geänderte Empfehlung sowohl das kommerzielle Potenzial der Prognosemärkte als auch die für ihren Ausbau erforderlichen Kosten in den Mittelpunkt. Die optimistische Einschätzung von Bank of America hängt davon ab, dass das Unternehmen das Wachstum bei Sportwetten aufrechterhalten und die neue Aktivität innerhalb eines weiterhin unsicheren regulatorischen Rahmens in Einnahmen umwandeln kann. Die Empfehlung und das Kursziel geben die Einschätzung dieser Institution wieder; sie garantieren keine Ergebnisse und sind keine sichere Prognose für den Aktienkurs.

Quellen und Methodik

  1. Acciones de DraftKings suben 5%: BofA las sube a Compra ↗es-us.finanzas.yahoo.com
  2. BofA Upgrades DraftKings as Sport Books and Prediction Markets Play Nice ↗The Daily Upside
  3. Las acciones de DraftKings suben alrededor de un 7,5 ... ↗tradersunion.com
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