Die Investmentgesellschaft MBK Partners hat die rund 2,4 Millionen Stammaktien, die sie über eine Zweckgesellschaft an Homeplus hielt, entschädigungslos eingezogen. Die Einziehung wurde am 14. September vollzogen, nachdem das Insolvenzgericht Seoul am 2. September den Sanierungsplan der Einzelhandelskette genehmigt hatte, wie aus den am 7. Oktober veröffentlichten Berichten hervorgeht.
Mit dem Schritt erlöschen die Aktien und damit die Rechte von MBK als Aktionär sowie die Kontrolle über Homeplus. MBK hatte 2015 rund 2,5 Billionen Won investiert, um seine Beteiligung zu erwerben. Die Einziehung bedeutet nicht, dass MBK eine Zahlung für diese Aktien erhält: Sie werden ohne Entschädigung für den Aktionär beseitigt.
Eine einfachere Aktionärsstruktur für einen möglichen Verkauf
Da die Beteiligung des früheren kontrollierenden Aktionärs wegfällt, müsste ein künftiger Käufer diese Aktien weder erwerben noch ihren Kauf gesondert aushandeln. Die Transaktion könnte auf eine Zuführung neuen Kapitals ausgerichtet werden, statt Mittel für den Erwerb der bestehenden Beteiligung aufzuwenden. Dies ist eine mögliche Auswirkung auf den Verkaufsprozess und keine Garantie dafür, dass ein Käufer gefunden oder eine Transaktion abgeschlossen wird.
Homeplus und sein Berater, Samil Accounting Corporation, suchen nationale und internationale strategische sowie Finanzinvestoren. Den Berichten zufolge wurde die Kontaktaufnahme mit potenziellen Interessenten eingeleitet; Einzelverhandlungen würden davon abhängen, ob ein Angebot zu akzeptablen Bedingungen eingeht. Die Einziehung verändert somit die Aktionärsstruktur, bestätigt aber weder das Ergebnis noch den Zeitplan des Verkaufs.
Die Einziehung beseitigt nicht die finanziellen Verpflichtungen von MBK
Der Ausstieg von MBK aus dem Eigenkapital bedeutet nicht, dass die mit Homeplus verbundenen Verpflichtungen entfallen. Den Berichten zufolge übernahmen MBK und ihr Vorsitzender, Kim Byung-ju, eine gesamtschuldnerische Garantie für das Notfalldarlehen von 200 Milliarden Won, das zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs während der Restrukturierung gewährt wurde. MBK zufolge beläuft sich die gesamte finanzielle Unterstützung des Unternehmens — einschließlich persönlicher Beiträge, Barmittel und Garantien — auf rund 600 Milliarden Won.
Diese Verpflichtungen sind von der eingezogenen Beteiligung zu unterscheiden: Sie betreffen die finanzielle Unterstützung und die Umsetzung des Sanierungsplans. Die verfügbaren Informationen enthalten hier keine vollständigen Angaben zu den Bedingungen oder zum Umfang der einzelnen Bestandteile dieser Unterstützung.
Die Nachricht verbindet daher eine bereits vollzogene Maßnahme — die Einziehung der Aktien — mit einer Markterwartung: Eine Struktur ohne die Beteiligung des früheren kontrollierenden Aktionärs könnte die Suche nach einem neuen Eigentümer erleichtern. Der Verkauf bleibt jedoch ein laufender Prozess.