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Nachricht · Europa

Europäische Immobilieninvestitionen erreichen bis September laut Savills 156 Milliarden Euro

Das geschätzte Volumen stieg in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 %, die Entwicklung fiel jedoch uneinheitlich aus: Mittel- und Osteuropa verzeichnete das stärkste Wachstum, während Westeuropa rückläufig war.

Stilisierte Gebäude auf einer steinernen Waage, links mit einem aufwärts und rechts mit einem abwärts gerichteten Pfeil.
Mit KI erzeugte konzeptuelle Illustration · Edition Business

Die Immobilieninvestitionen in Europa beliefen sich zwischen Januar und September 2026 auf 156 Milliarden Euro und lagen damit 4 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums, wie aus Schätzungen von Savills hervorgeht. Das aggregierte Wachstum geht mit deutlichen regionalen Unterschieden einher; die Beratungsgesellschaft beschreibt die Aktivität als uneinheitlich.

Mittel- und Osteuropa verzeichnet das stärkste Wachstum

Den stärksten Zuwachs gab es in Mittel- und Osteuropa, wo das Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 % stieg. Es folgten die nordischen Länder mit 25 % und Südeuropa mit 20 %. Westeuropa verzeichnete dagegen einen Rückgang von 5 %.

Die Zahlen spiegeln die Entwicklung verschiedener Regionen wider, nicht die einzelner Länder. Das Wachstum in Südeuropa lässt daher für sich genommen keine Rückschlüsse darauf zu, wie viel Kapital nach Spanien floss: Die genannten Schätzungen enthalten keine entsprechende Aufschlüsselung.

Living macht mehr als 30 % aus, und das Interesse am Einzelhandel kehrt zurück

Nach Segmenten betrachtet entfallen auf die unter der Kategorie Living zusammengefassten Aktivitäten – zu denen unter anderem Mietwohnungen und Wohnheime zählen – laut Savills mehr als 30 % der europäischen Immobilieninvestitionen. Die Beratungsgesellschaft beobachtet außerdem ein erneutes Interesse am Einzelhandel, insbesondere an Einkaufszentren.

Hinsichtlich der Herkunft des Kapitals hebt Savills die Kapitalflüsse zwischen europäischen Märkten hervor. Zu den genannten Herkunftsländern zählen das Vereinigte Königreich, Frankreich, Schweden und Deutschland. US-amerikanische Investoren bleiben die wichtigste Quelle internationalen Kapitals für Europa; das Unternehmen geht davon aus, dass kanadische Investoren ihre Aktivität schrittweise steigern werden.

Savills erwartet größere Unterschiede zwischen Immobilien

Die Beratungsgesellschaft weist darauf hin, dass die Erwartungen an eine allgemeine Kompression der Yields, also der von Immobilien geforderten Renditen, nachgelassen haben. Laut Savills könnte es in mehr Märkten und Segmenten zu Aufwärtsbewegungen kommen. Das Unternehmen erwartet außerdem eine stärkere Differenzierung zwischen Prime- und Sekundärimmobilien, insbesondere bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien.

James Burke, Global Head of Cross-Border Investment bei Savills, hebt die anhaltenden Kapitalflüsse zwischen europäischen Ländern und die Erholung der Einzelhandelsinvestitionen hervor. Lydia Brissy, Head of European Research bei der Beratungsgesellschaft, vertritt die Auffassung, dass die Rendite zunehmend von der Entwicklung der Erträge, der Verwaltung der Immobilien und der Identifizierung von Chancen abhängen wird, deren Preis ihr Potenzial noch nicht vollständig widerspiegelt.

Die Investitionszahlen sind Marktschätzungen für die ersten neun Monate des Jahres, keine endgültigen Ergebnisse und kein Hinweis auf künftige Renditen. Die von Savills beschriebenen Trends bestimmen auch nicht allein die Entwicklung der Preise oder Mieten in einem bestimmten Land.

Quellen und Methodik

  1. La inversión inmobiliaria en Europa suma 156.000 ... ↗www.ejeprime.com
  2. La inversión inmobiliaria en Europa crece hasta septiembre un 4% interanual y alcanza los 156.000 millones ↗brainsre.news
  3. La inversión inmobiliaria en Europa crece un 4% y alcanza ... ↗www.que.es
  4. La inversión inmobiliaria en Europa creció un 4% hasta ... ↗grandeconsumo.com
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