Weniger Abhängigkeit vom Absatzvolumen und mehr Wert je Fahrzeug
Porsche stellte am 7. Oktober 2026 seine Strategie „Sportwagenschmiede ’35“ vor, mit der das Unternehmen seine Identität als Sportwagenhersteller stärken und seine Rentabilität steigern will. Leitprinzip des Plans bleibt „Value over Volume“: Das Unternehmen möchte den Wert je Fahrzeug erhöhen, statt den Absatz um des Volumens willen zu verfolgen.
Die Roadmap verbindet ein differenziertes Angebot in den Segmenten Sportluxus und Premium-Oberklasse mit einer stärkeren Präsenz in den Segmenten D und E, die Porsche wegen ihres Margenpotenzials für besonders attraktiv hält. Außerdem plant das Unternehmen, die Personalisierungsmöglichkeiten auszuweiten, um die Exklusivität seiner Modelle zu stärken.
Finanzielle Ziele, deren Erreichung von der Umsetzung abhängt
Mittelfristig strebt Porsche Umsatzerlöse von 41 bis 45 Milliarden Euro, eine operative Umsatzrendite des Konzerns von 10 % bis 15 % und eine Nettocashflow-Marge der Automobilsparte von 9 % bis 12 % an. Langfristig lauten die Ziele auf eine operative Umsatzrendite von 15 % und eine Nettocashflow-Marge im Automobilgeschäft von 12 %.
Es handelt sich um vom Unternehmen angekündigte Ziele, nicht um garantierte Ergebnisse. Aus den veröffentlichten Informationen geht nicht hervor, auf welchen konkreten Zeitraum sich der Horizont „mittelfristig“ bezieht. Porsche will außerdem die Gewinnschwelle auf weniger als 200.000 Einheiten senken und setzt dabei auf eine agilere Organisation und effizientere Prozesse.
Vereinfachung und organisatorische Veränderungen
Die Strategie sieht vor, das Modellangebot und die Abläufe zu vereinfachen, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und Synergien zwischen den Modellen zu nutzen. Porsche erklärt, dass das Unternehmen weiterhin in Antriebstechnologien und Batterien investieren wird; der Plan verbindet die Effizienzsteigerung des bestehenden Portfolios mit dessen Ausweitung auf neue Segmente.
Im Personalbereich informierte das Unternehmen über eine mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarte Maßnahme namens „Future Package“. Nach Angaben von Porsche umfasst sie den Abbau von 9.000 Arbeitsplätzen, den das Unternehmen als sozialverträglich bezeichnet, sowie die Zusage, die Arbeitsplätze der als Schlüsselkräfte eingestuften Beschäftigten bis 2035 zu sichern. Die Ankündigung enthält in den verfügbaren Informationen keine Angaben zum Zeitplan oder zur Verteilung des Stellenabbaus.
Der Vorstandsvorsitzende Michael Leiters erklärte, dass die derzeitige Priorität darin bestehe, die Kosten zu senken und die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu stärken. Die Strategie ist in Deutschland angesiedelt und beschreibt die Pläne von Porsche; ob die finanziellen und organisatorischen Ziele erreicht werden, hängt von ihrer Umsetzung und den Geschäftsbedingungen ab.