Höhere Gasproduktion für das Quartal erwartet
Shell hob seine Prognose für die integrierte Gasproduktion im dritten Quartal 2026 auf eine Spanne von 740.000 bis 780.000 Barrel Öläquivalent pro Tag an. Die vorherige Schätzung hatte bei 570.000 bis 630.000 Barrel pro Tag gelegen. Im zweiten Quartal produzierte das Unternehmen den verfügbaren Angaben zufolge 631.000.
Die Überarbeitung spiegelt zum Teil die Einbeziehung von ARC Resources wider, dessen Übernahme Anfang September abgeschlossen wurde, sowie weitere Beiträge, die in den vorherigen Prognosen nicht enthalten waren. Daher sollte die neue Spanne nicht ausschließlich als Erholung der Produktion bestehender Anlagen verstanden werden.
Raffinerien gewinnen in den Prognosen an Bedeutung
Das Unternehmen prognostizierte für das dritte Quartal eine indikative Raffineriemarge von 42 Dollar pro Barrel, verglichen mit 24 Dollar im Vorquartal. Die Berichte bringen die Verbesserung mit der Kraftstoffknappheit und Lieferunterbrechungen an den Energiemärkten in Verbindung, vor dem Hintergrund der Spannungen im Nahen Osten.
Shell rechnet außerdem damit, in seinen Verarbeitungsanlagen weiterhin eine hohe Auslastung aufrechtzuerhalten, senkte jedoch seine Schätzung für die Auslastung der Raffinerien auf eine Spanne von 93 % bis 97 %. Zu den genannten Faktoren zählt der niedrige Wasserstand des Rheins, der sich auf den Betrieb der Raffinerie im Rheinland ausgewirkt hat.
Operativer Ausblick, keine endgültigen Ergebnisse
Die Prognosen zeigen unterschiedliche Signale zwischen den Segmenten: Neben dem erwarteten Anstieg bei Gas und Raffinerien prognostizierte Shell einen Rückgang seiner indikativen Marge für Chemieprodukte von 270 auf 208 Dollar pro Tonne. Das Unternehmen setzte seine Prognose für die Upstream-Produktion außerdem auf 1,735 bis 1,835 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag und die für die Verflüssigung von Erdgas auf 7,2 bis 7,6 Millionen Tonnen.
Bei diesen Zahlen handelt es sich um operative Schätzungen für Juli bis September, nicht um bestätigte Quartalsergebnisse oder eine vollständige Messgröße für die Rentabilität des Konzerns. Auch die indikativen Margen entsprechen für sich genommen nicht dem Nettogewinn: Das Finanzergebnis hängt vom Gesamtgeschäft und den Daten ab, die Shell zusammen mit seinen vollständigen Ergebnissen veröffentlichen wird.