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Umfragen sehen die PP vorn und Vox als Schlüssel zur Regierungsbildung

Die Anfang Oktober veröffentlichten Durchschnittswerte sehen die PP an der Spitze, unterscheiden sich jedoch leicht bei Stimmenanteilen und Sitzen. In beiden Fällen würde eine gemeinsame Mehrheit mit Vox die absolute Mehrheit übersteigen; es handelt sich um Projektionen, nicht um Wahlergebnisse.

Zwei Puzzleteile, ein großes blaues und ein kleineres grünes, stehen sich auf steinernen Plattformen neben einem klassischen Gebäude mit Säulen gegenüber.
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Die vor den von Pedro Sánchez für den 29. November 2026 angekündigten Parlamentswahlen veröffentlichten Umfragedurchschnitte stimmen in zwei Trends überein: Die PP erscheint als stärkste Kraft, und Vox wäre für eine mögliche rechte Mehrheit entscheidend. Die Schätzungen sind jedoch nicht identisch und sollten als Momentaufnahmen verstanden werden, die auf unterschiedlichen Umfragen und Methoden beruhen, nicht als vorweggenommene Ergebnisse.

Die PP liegt in den Durchschnittswerten vorn, die Schätzungen der Stimmenanteile unterscheiden sich jedoch

Der Durchschnitt von RTVE, dessen Datenstand der 5. Oktober ist und der am 7. veröffentlicht wurde, weist der PP 32,5 % der Stimmen und der PSOE 26,3 % zu. Der Abstand zwischen beiden beträgt 6,2 Prozentpunkte. Die Berechnung von El Periódico ergibt einen geringeren Abstand: Sie schätzt den Stimmenanteil der Konservativen auf 31,5 % und den der Sozialisten auf 26,7 %, eine Differenz von 4,8 Punkten.

Europa Press präsentiert seinerseits eine Zusammenstellung von Umfragen und Trends, mit einem wöchentlichen Durchschnitt auf Grundlage der im Jahr 2026 veröffentlichten Umfragen sowie einem gleitenden Fünf-Tage-Durchschnitt der Umfragen. Der Beitrag enthält im Text keine konkreten Zahlen, die mit denen der beiden anderen Durchschnittswerte vergleichbar wären.

Die Unterschiede zwischen den Schätzungen von RTVE und El Periódico ändern nichts an der Reihenfolge der beiden stärksten Kräfte, zeigen aber, warum es sinnvoll ist, zwischen verschiedenen Durchschnittswerten zu unterscheiden. Jede Berechnung hängt davon ab, welche Umfragen einbezogen werden, welcher Zeitraum betrachtet wird und wie die Umfragen gewichtet werden.

Vox wäre für die Sitzverteilung im Parlament entscheidend

Bei den Sitzen prognostiziert RTVE 137 Abgeordnete für die PP und 65 für Vox. El Periódico schätzt 136 Sitze für die PP und 66 für Vox. In beiden Fällen würde die Summe 200 Sitze übersteigen und damit über den 176 Sitzen liegen, die für die absolute Mehrheit im Kongress erforderlich sind. Diese Durchschnittswerte deuten somit darauf hin, dass die PP allein keine absolute Mehrheit erreichen würde und Vox bei einer möglichen Investitur eine zentrale Rolle zukäme.

Die Projektionen stimmen auch bei der geringen Vertretung von Sumar und Podemos überein. RTVE berechnet zehn Sitze für Sumar und drei für Podemos; El Periódico kommt auf dieselben Zahlen. Für die PSOE veranschlagen beide 104 Abgeordnete. Dabei handelt es sich um Berechnungen der jeweiligen Durchschnittswerte, nicht um eine durch die Wahlurnen bestätigte Sitzverteilung.

Die Methode hilft, die Abweichungen zu verstehen

RTVE erklärt, dass sein Durchschnitt 146 Umfragen von 22 Meinungsforschungsinstituten umfasst, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden. Für die Berechnung werden Umfragen mit mehr als 1.200 Befragten gleich gewichtet; anschließend wird das Gewicht jeder Umfrage schrittweise verringert, bis sie nach 30 Tagen nicht mehr berücksichtigt wird.

Der Sender weist außerdem darauf hin, dass das CIS häufig von den Schätzungen der übrigen Institute abweicht: In den zehn Barometern des vergangenen Jahres ermittelte es im Durchschnitt eine höhere Wahlabsicht für die PSOE und eine niedrigere für die PP als der Durchschnitt der anderen Umfrageinstitute zu vergleichbaren Zeitpunkten. Laut RTVE können diese Umfragen die Kurve verschieben, wenn sie in die Berechnung aufgenommen werden, auch wenn ihr Einfluss mit der Zeit abnimmt. Diese Erklärung bezieht sich auf die von RTVE angewandte Methode und die von dem Sender analysierten Daten; sie bedeutet nicht, dass alle Durchschnittswerte Umfragen auf dieselbe Weise behandeln.

El Periódico beschreibt in seinem eigenen Durchschnitt einen jüngsten Aufwärtstrend der PP und einen Rückgang der PSOE sowie einen Zuwachs für Vox. Zudem prognostiziert die Zeitung Verluste für Sumar gegenüber dem Ergebnis von 2023. Die in diesen Berechnungen dargestellte Entwicklung hängt von den einbezogenen Umfragen ab und kann sich mit neuen Erhebungen ändern.

Projektionen, keine Ergebnisse

Bei den verfügbaren Zahlen handelt es sich um Schätzungen vor einer für den 29. November angekündigten Wahl. Sie legen weder fest, wer gewinnen wird, noch welche Parteien Koalitionen bilden oder wie der Kongress letztlich zusammengesetzt sein wird. Für Unternehmen, die den politischen Kontext analysieren, ist eine enger gefasste Schlussfolgerung hilfreich: Die herangezogenen Durchschnittswerte deuten auf einen Vorsprung der PP hin und darauf, dass Vox aufgrund der prognostizierten Sitzverteilung bei einer rechten Mehrheit entscheidenden Einfluss hätte; zugleich bestehen weiterhin Unterschiede bei den Schätzungen der Stimmenanteile und Sitze.

Quellen und Methodik

  1. Encuestas elecciones generales España 2026: Así están ... ↗www.elperiodico.com
  2. Encuestas elecciones generales: PP y Vox podrían gobernar ↗www.rtve.es
  3. Encuestas elecciones generales 2026 ↗Europa Press Economía
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