Rückgang der Produktion
Die argentinische Automobilindustrie stellte im September 39.747 Fahrzeuge – Pkw und leichte Nutzfahrzeuge – her. Das waren 15,6 % weniger als im selben Monat 2025, wie aus den Daten des Verbands der Automobilhersteller (ADEFA) hervorgeht. Von Januar bis September belief sich die Produktion auf insgesamt 314.975 Einheiten, ein Rückgang von 16,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Rückgang fiel im September bei den Pkw stärker aus: Es wurden 13.227 Einheiten hergestellt, 28,1 % weniger als ein Jahr zuvor. Bei den leichten Nutzfahrzeugen belief sich die Produktion auf 26.520 Fahrzeuge, ein Minus von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr.
Exporte auf dem höchsten Monatsniveau des Jahres
Die Entwicklung im Auslandsgeschäft stand im Gegensatz zur Produktion. Im September wurden 28.213 Fahrzeuge exportiert, 6,8 % mehr als im September 2025 und der höchste Monatswert des Jahres 2026. Dieses Volumen entsprach laut ADEFA 71 % der Monatsproduktion.
In den ersten neun Monaten des Jahres erreichten die Ausfuhren 203.072 Fahrzeuge, 1,6 % mehr als im selben Zeitraum 2025. Auf Brasilien entfielen mehr als 60 % der Exporte; auch Zentralamerika und weitere Absatzmärkte in Südamerika erhielten argentinische Fahrzeuge.
Geringere Großhandelsverkäufe an Händler
Die Hersteller lieferten im September 43.214 Fahrzeuge an Händler aus. Damit lag die Zahl 20,4 % unter dem Wert des Vorjahresmonats. Von Januar bis September summierten sich die Großhandelsverkäufe auf 344.589 Einheiten, ein Rückgang von 24,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Diese Zahlen beziehen sich auf Verkäufe der Hersteller an das Vertriebsnetz, nicht auf Zulassungen oder Endverkäufe an Verbraucher. Der Unterschied zwischen den Kennzahlen ist für die Einschätzung der Geschäftslage wichtig: Die Exporte stiegen im September, während Produktion und Auslieferungen an Händler weiterhin unter dem Niveau von 2025 lagen.
ADEFA fordert, monatliche Signale in einen Trend zu überführen
Rodrigo Pérez Graziano, Präsident von ADEFA, bezeichnete die Gesamtentwicklung der ersten neun Monate als herausfordernd und wies darauf hin, dass der Binnenmarkt weiterhin unter dem Niveau von 2025 lag. Zugleich hob er das im September exportierte Volumen hervor und erklärte, die Herausforderung für das letzte Quartal bestehe darin, die bei einigen Kennzahlen beobachteten Anzeichen einer Erholung aufrechtzuerhalten.
Seine Aussagen geben die Einschätzung und die Erwartungen des Verbands wieder und sind keine Garantie dafür, dass sich die Produktion erholen wird. Die veröffentlichten Daten spiegeln die Entwicklung der Automobilindustrie in Argentinien bis September 2026 wider und erlauben für sich genommen keine Vorhersage der Entwicklung in den folgenden Monaten.