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De Guindos fordert eine Koordinierung der Verwaltungen, um das Wohnungsangebot zu erhöhen

Auf dem XXIX. Nationalkongress der Familienunternehmen brachte der ehemalige EZB-Vizepräsident den Druck auf dem Mietwohnungsmarkt mit einer steigenden Nachfrage in Verbindung, der seiner Ansicht nach kein größeres Angebot gegenübersteht. Außerdem sprach er sich dafür aus, das Wirtschaftswachstum stärker auf die Produktivität auszurichten.

Eine geneigte Waage trägt an einem Ende eine große Gruppe hölzerner Menschenfiguren und am anderen einige kleine Häuser. Im Hintergrund sind Zahnräder und senkrechte Balken unterschiedlicher Höhe zu sehen.
Mit KI erzeugte konzeptuelle Illustration · Edition Business

Der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank Luis de Guindos forderte, die Wohnungspolitik der Zentralregierung, der autonomen Gemeinschaften und der Kommunen zu koordinieren, um das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage insbesondere auf dem Mietwohnungsmarkt zu verringern. Dies erklärte er bei seinem Auftritt auf dem XXIX. Nationalkongress der Familienunternehmen, der in Madrid stattfand.

De Guindos vertrat die Auffassung, dass der Bevölkerungsanstieg die Nachfrage nach Mietwohnungen erhöht habe, ohne dass das Angebot im gleichen Maße gewachsen sei. Als Vergleich nannte er, dass Mietwohnungen in Spanien rund 20 % des Wohnungsbestands ausmachen, gegenüber 30 % im Euroraum. Seiner Ansicht nach macht die Zuständigkeit verschiedener Verwaltungen für den Wohnungsbereich eine koordinierte Antwort erforderlich.

Einwanderung im Rahmen einer umfassenderen Diagnose

Der ehemalige EZB-Vizepräsident brachte einen Teil des Bevölkerungswachstums mit der Einwanderung in Verbindung, die er angesichts der demografischen Lage Spaniens und Europas als unverzichtbar bezeichnete. Außerdem schrieb er ihr eindeutig positive Auswirkungen auf das BIP und die Beschäftigung zu, warnte jedoch vor dem damit verbundenen Druck auf den Wohnungsmarkt und öffentliche Dienstleistungen wie das Gesundheits- und Bildungswesen.

In seinem Auftritt erklärte De Guindos, zwei Drittel des spanischen Wirtschaftswachstums seien auf den Bevölkerungsanstieg und der Rest auf die Produktivität zurückzuführen. Dabei handelt es sich um seine Diagnose des Wachstumsmodells, nicht um eine unabhängig durch die Berichterstattung belegte Schlussfolgerung. Sein Vorschlag lautet, Produktivitätssteigerungen stärkeres Gewicht zu geben – durch mittelfristig angelegte Politik und Vereinbarungen, die über politische Zyklen hinaus Bestand haben können.

Reformen und langfristige Stabilität

Neben dem Wohnungsbereich sprach sich De Guindos für einen stabilen Rechtsrahmen aus, der Rechtssicherheit, unabhängige Institutionen und nachhaltige öffentliche Finanzen gewährleistet. Zudem forderte er einvernehmlich beschlossene Reformen in Bereichen wie dem Bildungswesen. Diese Vorschläge brachte er mit der Notwendigkeit in Verbindung, dass sich das Wirtschaftswachstum in einem höheren Wohlstand der Haushalte niederschlägt.

Der Auftritt fand im Rahmen eines Kongresses statt, der auch von Forderungen aus der Wirtschaft nach Besonnenheit während des Wahlkampfs und nach politischen Vereinbarungen zu den großen Herausforderungen des Landes geprägt war. In diesem Zusammenhang verfolgt die von De Guindos vorgeschlagene Koordinierung ein gemeinsames Ziel – das Angebot zu erhöhen und den Zugang zu erleichtern –, doch die wiedergegebenen Äußerungen enthalten keine konkreten Maßnahmen, Fristen oder Aufteilungen der Zuständigkeiten zwischen den Verwaltungen.

Quellen und Methodik

  1. Guindos pide reformas consensuadas para cambiar ... ↗www.elconciso.es
  2. Guindos pide una política de vivienda que "alinee" a Gobierno, comunidades y ayuntamientos ↗Europa Press Economía
  3. La empresa familiar pide "serenidad" en la campaña ... ↗www.elperiodico.com
Redaktionelle Methodik →Korrekturen
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