Mehr Passagiere und Fracht, mit Unterschieden zwischen den Märkten
GNV gab an, von Januar bis September 2026 rund 2,2 Millionen Passagiere befördert zu haben, 2 % mehr als im gleichen Zeitraum 2025. In diesen neun Monaten transportierte das Unternehmen 1,84 Millionen Lademeter Fracht, ein Plus von 5 % im Jahresvergleich. Es handelt sich um von der Reederei veröffentlichte Zahlen; die verfügbaren Informationen weisen sie nicht als geprüfte Ergebnisse aus.
Die Entwicklung unterschied sich je nach Route. Auf den Verbindungen zu den italienischen Inseln meldete GNV Zuwächse von 8 % auf Sizilien und 6 % auf Sardinien. Den zu seinen afrikanischen Märkten veröffentlichten Daten zufolge setzte sich in Algerien der positive Trend des vergangenen Jahres fort, während der Passagierverkehr mit Marokko und Tunesien ein ähnliches Niveau wie 2025 erreichte. Auch auf den Balearen und in Albanien blieb er praktisch stabil.
Vier geplante Schiffe, das erste vor Ende 2027
Die Reederei gab die Namen von vier Fähren bekannt, die nach und nach in ihre Flotte aufgenommen werden sollen: GNV Jupiter, GNV Mars, GNV Venus und GNV Mercury. Alle vier werden mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben und sind Teil des Flottenerneuerungsprogramms des Unternehmens.
Die GNV Jupiter, die derzeit auf der Guangzhou Shipyard International in China gebaut wird, ist das erste Schiff der Serie. GNV plant, sie vor Ende 2027 in die Flotte aufzunehmen. Das Unternehmen erklärte, sie werde Platz für 2.500 Passagiere, 3.500 Lademeter Fracht und 500 Kabinen bieten. Bei dem angekündigten Termin handelt es sich um eine Prognose, nicht um eine Garantie für die Aufnahme des Betriebs.
Tourismuspartnerschaft mit Marokko für 2027–2029
GNV und das Marokkanische Nationale Fremdenverkehrsamt (ONMT) schlossen eine dreijährige Vereinbarung, um Reisen nach Marokko zu fördern und die Seeverbindungen mit Europa zu stärken. Der Plan sieht Kampagnen auf europäischen Märkten, regionale Werbemaßnahmen und Angebote vor, die die Fährüberfahrt mit dem touristischen Angebot des Landes verbinden.
Italien wird eine wichtige Rolle spielen. Das ONMT teilte mit, dass Marokko 2025 1,15 Millionen italienische Touristen empfing und etwa 15 % von ihnen auf dem Seeweg ankamen. Für den Zeitraum der Vereinbarung setzen sich die beteiligten Organisationen das Ziel, 350.000 von Italien aus startende Passagiere zu erreichen. Dabei handelt es sich um ein vom ONMT mitgeteiltes Ziel, nicht um ein bereits erreichtes Ergebnis.
Der für Italien vorgesehene Plan umfasst Maßnahmen in den Medien, Werbung mit Content-Creators und die Vermarktung des Reiseziels über das mit GNV verbundene Agenturnetz. Die Partnerschaft verbindet damit Tourismuswerbung und Transport in einem Markt, den die Reederei sowohl für den Tourismus und den Handel als auch für die Reisen marokkanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Europa als wichtig erachtet.