Eine neue Lithiumcarbonat-Anlage in Sal de Oro
POSCO hat am 6. Oktober seine zweite Lithiumanlage in Argentinien eröffnet. Sie gehört zum Projekt Sal de Oro, das im Salar del Hombre Muerto zwischen den Provinzen Salta und Catamarca liegt. Die Anlage produziert Lithiumcarbonat und kann jährlich 23.000 Tonnen verarbeiten, wie EFE berichtete.
Die Anlage ergänzt eine weitere Einrichtung des Projekts, die Lithiumhydroxid produziert und eine Kapazität von 25.000 Tonnen pro Jahr hat. Es handelt sich um unterschiedliche Produkte: Die Zahlen geben die Kapazität der jeweiligen Anlage an und bedeuten nicht, dass beide kontinuierlich mit ihrer Nennkapazität betrieben werden.
Memorandum zur Prüfung des Ausbaus
Bei der Eröffnung unterzeichneten das Unternehmen und die argentinische Regierung ein Memorandum of Understanding, um die Analyse der Ausbaustufen drei und vier von Sal de Oro voranzutreiben. Das angekündigte Ziel ist eine Jahresproduktion von 100.000 Tonnen Lithiumprodukten. Dabei handelt es sich um ein Ausbauziel und nicht um bereits installierte Kapazität: Die verfügbaren Informationen nennen weder die Investitionssumme noch den Zeitplan oder die Ausgestaltung dieser Ausbaustufen.
EFE beziffert die Investition in die zweite Ausbaustufe auf 207,9 Millionen US-Dollar. Diese Zahl bezieht sich auf die eröffnete Anlagenphase und nicht auf die Kosten des geplanten Ausbaus.
Beschäftigung und betrieblicher Kontext
Laut EFE hat das Projekt zur Schaffung von rund 5.000 Arbeitsplätzen beigetragen, darunter etwa 600 direkte Arbeitsplätze bei POSCO Argentina. An der Eröffnung nahmen nationale Behörden sowie Vertreter der Provinzen Salta und Catamarca und Führungskräfte des Unternehmens teil.
Mit der Eröffnung wird die Lithiumverarbeitungskapazität von POSCO im Land ausgebaut. Für Unternehmen entlang der Lieferkette wird der nächste Meilenstein darin bestehen, den konkreten Umfang der geplanten Ausbaustufen zu erfahren: Das Memorandum bekundet die Absicht, deren Entwicklung voranzutreiben, legt aber noch keinen Zeitplan fest und bestätigt keine zusätzliche Produktionskapazität.